Ehrung des Rentner-Teams

 

 

 

Ohne sie geht nichts

Trierischer Volksfreund vom 21.12.2007

 

 

Von Ursula Schmieder

 

Im Auftrag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Ehrenamtsbeauftragter Klaus Schmitz (rechts) SSV-Urgesteine Ehrenurkunden überreicht: den Brüdern Herbert und Willi Nau sowie Artur Leuck, Alfons Peters, Heinz Knob und Dieter Kronenberger, im Hintergrund Bürgermeister Gregor Eibes (zweiter von rechts). TV-Foto: Ursula Schmieder

 

 

Seit Jahren packt das "Rentner-Team" des SSV Dhrontal immer und überall mit an. Den unermüdlichen Sportsgeist der Senioren hat der Deutsche Fußball-Bund nun im Rahmen seiner Aktion Ehrenamt gewürdigt.

 

Weiperath. Die demografische Entwicklung geht auch an Traditionsvereinen wie dem "SSV Dhrontal" nicht spurlos vorbei. Wenn der Verein die Werbetrommel rührt, um ehrenamtliche Helfer zu mobilisieren, verhallt dieser Ruf immer öfter ungehört. Doch noch müssen sich die Dhrontaler nicht ernsthaft sorgen. Solange das "Rentner-Team" die Reservebank drückt, werden alle notwendigen Arbeiten prompt und gewissenhaft erledigt. Sei es, dass das Clubheim am Sportplatz einen frischen Anstrich braucht, der Rasen gemäht oder der Platz in Ordnung gehalten werden muss. Auf diese Mannschaft ist immer Verlass.

Den Lohn für ihren vorbildlichen Sportsgeist haben die Senioren nun im Rahmen einer kleinen Feierstunde erhalten. Im Auftrag des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) hat Ehrenamtsbeauftragter Klaus Schmitz sechs SSV-Urgesteinen Ehrenurkunden überreicht: Den Brüdern Herbert und Willi Nau sowie Artur Leuck, Alfons Peters, Heinz Knob und Dieter Kronenberger. Außerdem hat das Team pro Kopf einen DFB-Ball erhalten und zwei der begehrten Uhren, die auf einhelligen Wunsch der Senioren die beiden Ältesten, die Brüder Nau, künftig tragen dürfen. Die Ehrung des DFB im Rahmen seiner Aktion Ehrenamt zielt ab auf die Anerkennung "vorbildlicher und ehrenamtlicher Leistungen im Fußballsport". Schmitz bezeichnet das Rentner-Team als eine "verschworene Gemeinschaft", die einiges bewege. Mit ihrer Unterstützung sei beim SSV Beispielhaftes gewachsen in den vergangen Jahren: "Heute schließt sich der Kreis optimalen Miteinanders über Generationen hinweg."

Heinz Knob, der sich um die Auszeichnung bemüht hatte, erinnerte im Rahmen der Feier auch an Manfred Klein, das im Februar verstorbene siebte Mitglied des Rentner-Teams. In den Jahren 2004 bis 2007 sei sehr viel zu tun gewesen beim SSV. Als Beispiel nennt der langjährige Vorsitzende des Vereins Kampagnen und Aktionen im Weltmeisterschaftsjahr 2006 oder den "Sepp-Herberger-Tag", an dem sich im Sommer 1000 Jugendliche beteiligten. Das Engagement der laut Knob "Super-Truppe" weiß auch der Vorstand zu schätzen. "Wenn die Rentner nicht wären, würde hier nicht viel laufen", lobt der Vorsitzende des SSV, Knobs Sohn Heinz. Dieser Sichtweise schließen sich die Ehrengäste an. Neben Josef Hens, Vizepräsident des Fußballverbandes Rheinland, und Walter Kirsten, Vorsitzender des Spielkreises Mosel, dankte Bürgermeister Gregor Eibes für den ehrenamtlichen Einsatz.