Chronik des SSV Dhrontal

 

Bald nach Beendigung des 2. Weltkrieges entstand in unseren Dörfern eine Form des Vereinslebens, die bis zu diesem Zeitpunkt nur in größeren Orten schon Fuß gefasst hatte: Sportvereine wurden ins Leben gerufen, König Fußball hielt seinen Einzug. So auch in Gutenthal, Hunolstein, Weiperath und auch im kleinsten Dorf unseres Einzugsgebietes, in Odert.

Der SV Gutenthal wurde schon 1947 gegründet,  der SV Weiperath, dem sich auch die Spieler und Mitglieder aus Hunolstein anschlossen, 1949. In ungezählten Freizeitstunden machten sich die Gutenthaler Jungmänner daran, auf dem Gutenthaler Teil auf den Wacken in mühseliger Hack-, Grab- und Schaufelarbeit einen Sportplatz herzustellen. Gleiches gilt sicher auch für die Weiperather und Hunolsteiner Fußballer, die ihren Sportplatz auf dem Weiperather Teil der Wacken herrichteten, wo er ja heute noch liegt.

In beiden Sportvereinen wuchs erfreulicherweise bald die Einsicht, dass man anstatt gegeneinander auch miteinander Fußball spielen könnte. Die damals in den beiden Vereinen Verantwortlichen fassten den für diese Zeit mutigen und im nachhinein einzig richtigen Entschluss des Zusammengehens in Gestalt einer Fusion beider Vereine. Dieser begrüßenswerte Gedanke resultierte aus der Tatsache, dass beide Vereine nach einem schwungvollen Beginn bald in bedrohliche Schwierigkeiten bezüglich der Mannschaftsaufstellung gerieten.

So trat am 1. Mai 1951 auf einer Gründungsversammlung im Weiperather Vereinslokal Rustige ein neuer Verein ins Leben, dessen Einzugsbereich rund 1000 Einwohner umfasste und dadurch die bessereren Entfaltungsmöglichkeiten bot und die Schwelle des Nullwachstums bald überschreiten wusste. Unter mehreren Vorschlägen einigten sich die Gründungsmitglieder auf den neuen Namen SSV Dhrontal, den der damalige Lehrer von Hunolstein, Herr Seemann, angeregt hatte. Es dauerte zwar eine geraume Zeit, bis sich die richtige Schreibweise herumgesprochen und im letzten Winkel bekannt war, dass sich hinter dem Namen Dhrontal kein Dorf verbarg. Mit der bescheidenen Anzahl von ca. 35 Mitgliedern wagte der neue Verein seinen Weg in eine ungewisse Zukunft, die sich im Rückblick aber als sehr erfolgreich erwies. Erwähnenswert und erfreulich ist die Tatsache anzumerken, dass von den Männern der ersten Stunde eine beachtliche Anzahl dem Verein bis heute die Treue gehalten haben.

 

 

 

Gründungsmannschaft des SSV Dhrontal

Folgende Spieler sind auf dem Bild zu sehen (von bilder nach rechts)

Obere Reihe: Alois Nau, Ernst Schneider, Viktor Peters, Helmuth Görg,

Hermann Merschbächer, Oskar Klein, Manfred Görg, August Haase

Untere Reihe: Gustaf B., Hermann Billen, Paul Linn

 

 

Dem Sitzungsprotokoll der Gründungsversammlung entnehmen wir, dass der Lehrer von Weiperath, Herr Ernst Schneider, sich für das Amt des ersten Vorsitzenden zur Verfügung stellte und unter seinen Nachfolgern als Jugendleiter fungierte, denn bald nach der Vereinsgründung trat eine Jugendmannschaft in Erscheinung.

 

 

 

 

 

Der SSV Dhrontal war gleich in der beneidenswerten Situation, durch die Fusion für einen Hartplatz auf der Gemarkung Gutenthal und einen Grasplatz auf der Gemarkung Weiperath verfügen zu können. Dieser glückliche Umstand wurde wechselweise von der Vereinsführung und den Spielern pfiffig ausgenutzt: Gegen Mannschaften mit eigenem Hartplatz spielten die Dhrontaler auf dem Weiperather Grasplatz, in der umgekehrten Situation wichen sie auf den Gutenthaler Hartplatz aus.

Die aus Spielern von Gutenthal, Hunolstein, Weiperath und Odert neu formierte Mannschaft begann ihren Weg in der 1. Kreisklasse, wurde bei 12 gewonnen Spielen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage auf Anhieb Kreismeister und stieg in die A-Klasse auf.

Die II. Mannschaft begann ihren Spielbetrieb in der Kreisklasse 2 und wurde lediglich Tabellenletzter. Da in der Anfangszeit des SSV Dhrontal der damalige Gründer des Vereins, Herr Alois Schneider, die I. und auch die II. Mannschaft sowie die Zuschauer mit seinem Lastauto gegen geringes Entgelt zu allen Auswärtsspielen beförderte, wurde der Wunsch an den Fußballverband gestellt, wegen Überlastung des Lastautos nicht beide Mannschaften gleichzeitig auswärts antreten zu lassen. Aus Sparsamkeitsgründen wurde ebenfalls versucht, Spielansetzungen so zu beantragen, dass die Dhrontaler zusammen mit einer anderen Mannschaft aus der unmittelbaren Nachbarschaft am selben Sonntag Spiele z. B. in den Regionen Malborn/Thiergarten oder auch Stipshausen/Hottenbach, wegen gemeinsamer Anreise, bekamen. Die Schiedsrichter wurden auch mitgenommen

 

 

 

 

 

 

Die Zugehörigkeit zur neugebildeten A-Klasse brachte es mit sich, dassdie I.-Mannschaft ein gern gesehener Spielpartner bei Sportwerbeveranstaltugen war, und Spieler des SSV Dhrontal wurden regelmäßig bei der Aufstellung von Auswahlmannschaften nominiert.

Ein erstes sportlich herausragendes Ereignis war 1953 der Besuch des 1.FC Köln auf dem Hunsrück mit einem Gastspiel gegen den SSV Dhrontal in Weiperath. Neben der Erkenntnis, dass woanders noch besser Fußball gespielt werden kann, blieb außer der Werbung für den Fußballsport ein für die damalige Zeit beachtlicher Reinerlös von rund 135,- DM übrig.

Auch im damals als Ausland geltenden Saarland war Dhrontal ein willkommener Spielpartner. Spiele gegen klassenhöhere Mannschaften wie Schiffweiler, Heinitz und Merzig wurden ausgetragen.

Nach dem zwischenzeitlichen Abstieg aus der A- und B-Klasse und einem kurzen Gastspiel in der C-Klasse, erreichte die I.-Mannschaft in der Spielzeit 1955/56 die Meisterschaft in dieser Klasse und stieg erst wieder in die B-Klasse und ein Jahr später nochmals in die A-Klasse auf. Bis in die Saison 1959/60 wurde die A-Liga behaupet, aber dann kam es knüppeldick.

Der SSV Dhrontal stellte am 17.2.1960 den Antrag an den Vorstand des Fußballkreises Bernkastel, die I.-Mannschaft des SSV wegen Mannschaftsschwierigkeiten aus dem laufenden Spielbetrieb zurückzuziehen. Durch langwierige Verletzungen und unnötigerweise auch sportliche Sperren von mehreren Spielern war ein Weiterspielen im Frühjahr 1960 nicht mehr möglich. Nach drei Platzverweisen in einem Spiel, Platzsperre und Geldstrafen und einem zweimaligen Nichtantreten wurde der SSV Dhrontal vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Die Folge war der Abstieg in die B-Klasse.

Trotzdem konnte für das Spieljahr 1960/61 wieder eine Mannschaft gemeldet werden und der Spielbetrieb wurde wieder aufgenommen und so dümpelte Dhrontal in den nächsten Jahren in der B-Liga mehr schlecht als recht dahin.

Als dann in der Folgezeit eine neue Generation an jungen Spielern aus allen Ortschaften nach und nach die Mannschaft verstärkte, ging es mit Dhrontal langsam wieder aufwärts. Auch die Rückkehr einheimischer Spieler aus anderen Vereinen war für unseren Verein ein Glücksfall. In der Spielzeit 1963/64 wurde schon wieder mit guten Ergebnissen an das Tor zur nächsthöheren Fußballklasse angeklopft und in folgenden Saison war es dann endlich soweit: Meisterschaft in der II. Kreisklasse Bernkastel verbunden mit dem Aufstieg in die I. Kreisklasse.

In diesem Meisterjahr begann auch der erste Umbau des Weiperather Sportplatzes mit Einebnung, Entwässerung und Bau eines einfachen Umkleide- und Unterstellgebäudes, welches heute noch als Garage und Geräteschuppen genutzt wird. Während der Baumaßnahme in Weiperath sind alle Heimspiele auf dem kleinen Ausweichplatz in Hunolstein ausgetragen worden.

Ein weiterer Glücksfall für den SSV Dhrontal im Meisterjahr 1964/65 war die Versetzung des Lehrers Hermann S. von Niederemmel an die Grundschule von Hunolstein. Er brachte sich als Kenner der Fußballmaterie voll in den SSV Dhrontal ein, zuerst als Jugendleiter und später als Vereinsfunktionär und Schriftführer.

 

 

 

1. Mannschaft 1964/65 - Meister der II. Kreisklasse

Folgende Spieler sind auf dem Bild zu sehen (von bilder nach rechts)

Obere Reihe: Hornberg Gerhard, Knob Heinz, Peters Alfons, Görg Manfred,

Hornberg Horst

Mittlere Reihe: Trierweiler Peter, Reitz Josef, Knob Alfred

Untere Reihe: Gauer Werner, Bungert Berthold, Klein Werner

 

 

Der sportliche Höhenflug unseres Vereins ging auch in der neuen I. Kreisklasse weiter, so wurde im ersten Jahr der Zugehörigkeit bei 98 geschossenen Toren ein nochmaliger Aufstieg in eine höhere Spielklasse nur um ein Plätzchen verpasst.

Erstmals wurde von Dhrontal eine C-Jugend in den Spielbetrieb geschickt und eine II. Mannschaft ist neu geründet worden.

Das folgende Jahr verlief ruhig ohne besondere Vorkommnisse. Die Saison 1967/68 hatte wieder Höhepunkte aufzuweisen. So wurde die Umbau- und Neubaumaßnahme Sportplatz Weiperath fertiggestellt, und die I. Mannschaft errang die Meisterschaft in der I. Kreisklasse Bernkastel und den Aufstieg in die neugegründete A-Klasse Mosel, welche sich über die Kreise Bernkastel, Wittlich und Zell erstreckte.

Die erste Saison in der neuen A-Liga konnte nach einem miserablen Start noch mit einem hervorragenden 4. Tabellenplatz abgeschlossen werden.

Im Jahr 1969 begann für die Fußballler vom SSV Dhrontal eine neue Zeitrechnung. Auf Wunsch und Anregung der Spieler ist ein regelmäßiger Trainingsbetrieb aufgenommen worden. Einmal in der Woche, im Sommer auf dem Schulsportplatz in Gutenthal und im Winter in der `Sporthalle` Gemeindehaus Hunolstein. Später ist in Gutenthal eine gebrauchte Beleuchtungsanlage mit 8 Lampen zu je 500 Watt aufgebaut worden, hauptsächlich wurde Kondition gebolzt und Balltechnik geübt.

In diesen Zeitabschnitt fängt auch die Ersterscheinung der Vereinszeitschrift `Dhrontaler Sport-Echo` an, welche für mehrere Jahre ein fester Bestandteil mit sportlichen und heiteren Berichten im Vereinsleben darstellte.

Die Saison 1969/70 verlief in den Punktspielen relativ normal ab, jedoch in den DFB-Pokalspielen machte Dhrontal erstmals überregional auf sich aufmerksam, wobei Bezirksligamannschaften wie Mertesdorf und Leiwen ausgeschaltet werden konnten. Eine weiter Steigerung erfolgte in der Spielzeit 1970/71. Nach einem zähen ringen über die gesamte Saison lag Dhrontal mit der Mannschaft aus Mülheim/Brauneberg punktgleich auf dem 1. Tabellenplatz der A-Klasse Mosel und ein Entscheidungsspiel über Meisterschaft und Aufstieg in die Bezirksliga war notwendig. Ersatzgeschwächt musste man in Longkamp vor über 500 Zuschauern mit einer 1:2 Niederlage n. V. als 2. Sieger vom Platz gehen.

Im DFB-Pokalwettbewerb machte Dhrontal auch diese Saison mit Spielen gegen Mertesdorf, Daun und den VFL Trier auf sich aufmerksam.

Einer verkorksten Saison 1971/72 folgte das Meisterjahr 1972/73. Was der Mannschaft zwei Jahre vorher noch nicht verglückt war, ist diesmal erreicht worden: Meister der A-Klasse Mosel und erstmals Aufstieg in die Bezirksklasse Trier.

Der Aufstieg in die Bezirksliga stellte sowohl für die Mannschaft als auch für den Verein SSV Dhrontal selbst eine riesen Herrausforderung dar. Verstärkung der Mannschaft durch auswärtige Spieler, eine enorme Trainingsbreitschaft von Spielern und Trainer sowie die Begeisterung des gesamten Umfeldes sollten das Risiko Bezirksliga nicht zu einem Abenteuer werden lassen. Spiele zu Hasue gegen den VFL Trier, Ehrang, Wittlich, aber auch in Bitburg und Prümsind noch einige Zuschauern und Spielern in Erinnerung.

 

 

 

1. Mannschaft 1973/74 - Bezirksliga

Folgende Spieler sind auf dem Bild zu sehen (von bilder nach rechts)

Obere Reihe: Vorsitzender Knob Alfred, Thees Alfred, Knob Hans, Greber Alfred, Knob Anton, Reitz Josef, Thees Karl-Heinz, Manfred Knob, Heiser Michael,

Stein Norbert, Trainer Knob Heinz

Untere Reihe: Marx Ernst, Schneider Karl-Heinz, Gröber Georg, Lieser Joachim, Boujong Wolfgang, Bernard Hermann

 

 

Einsatzbereitschaft, Unbekümmertheit und Begeisterung reichten aber allein bei den vorhandenen spielerischen Möglichkeiten nicht aus, um die Klasse zu halten. Fehlende Cleverness, fehlende Routine und Kaltschnäuzigkeit waren ein Manko gegenüber den etablierten Mannschaften der Bezirksliga.

Nach dem Abstieg in die A-Klasse Mosel dauerte es diesmal bis zum Jahr 1978, bis der SSV Dhrontal wieder den Aufstieg in die Bezirksliga Trier schaffte. Bedingt durch eine neue Klasseneinteilung reichte Dhrontal ein 4. Tabellenplatz am Saisonende 1977/78 in der A-Klasse, um in die Bezirksliga aufzusteigen.

Die neue Saison war von Anfang an geprägt von einem Kampf gegen den Abstieg, welcher letztlich in einem denkwürdigen Entscheidungsspiel am 24.6.1979 in Salmrohr gegen den Sv Badem mit einem 2:1 Sieg n. V. abgewendet werden konnte.

Allen Vorhersagen zum Trotz wurde das 2. Spieljahr in der Bezirksliga nicht schwerer als die 1. Saison, denn Dhrontal schaffte zum zweiten Mal, diesmal mit einem ausgeglichenen Punktestand und einem gesicherten Mittelfeldplatz, den Klassenerhalt.

Die Saison 1980/81, das 3. Jahr in der Bezirksklasse West, endete dann mit einem erneuten Abstieg in die A-Klasse Mosel. Selbst in Relegationsspielen gegen die Vizemeister der A-Klasse des Bezirks Trier war die Bezirksliga nicht mehr zu halten. Letzlich setzte sich die Erkenntnis durch, dass mit dem vorhandenen Spielermaterial und den finanziellen Mögichkeiten die Bezirksliga für den SSV Dhrontal auf Dauer eine Nummer zu groß war.

Jedoch auf einem anderen Sektor hatte der SSV Dhrontal im Jahre 1981 etwas Besonderes zu feiern.

In den Jahren 1979 bis 1981 wurde der Weiperather Sportplatz total umgestaltet und umgebaut. Das bisher als Wiese anzusehende Spielfeld ist um 90 Grad gedreht und als Rasenspielfeld mit den erforderlichen Entwässerungsleitungen komplett neu einplaniert und angelegt worden.

Zum Gesamtkonzept gehörte auch der Neubau eines Umkleidegebäudes mit den erforderlichen Wasch- und Duschmöglichkeiten als Club- und Vereinshaus des SSV Dhrontal, als neuer Mittelpunkt des Vereinslebens.

Bei einem Kostenaufwand von rund 575.000,- DM, welcher überwiegend durch Zuschüsse vom Land, dem Kreis und der Gemeinde Morbach abgedeckt war, blieb dem SSV noch ein Eigenanteil von ca. 125.000,- DM. In ungezählten Arbeitsstunden haben die Vereinsmitglieder aller Handwerkszweige freiwillig und kostenlos mitgeholfen, dass die Sportanlage im Sommer 1981 ihrer Bestimmung übergeben werden konnte.

Die Feier zur Einweihung der neuen Sportanlage des SSV Dhrontal erfolgte vom     28. Juni -1. Juli 1981 in Verbindung mit dem 30-jährigen Bestehen des Vereins.

Nach den obligatorischen Festreden und der Einsegnung durch Pastor Casper war es der Gründungsmannschaften des SSV Dhrontal aus 1951 vorbehalten, das erste Spiel auf dem Rasen gegen eine Auswahl üblichen Alters auszutragen. Es folgten weitere Turnier- und Auswahlspiele über die gesamten Tage.

Der kulturelle und gesellschaftliche Teil der Einweihungsfeier fand überwiegend im großen Feszelt oberhalb des Sportplatzes statt. Familiennachmittag, Auftritt eines Kinderchores aus unseren Ortschaften, Veteranenturnen, Ehrungen von Vereinsmitgliedern sowie Tanzmusik im Festzelt sind heute noch in Erinnerung. Glanzstück der Festveranstaltung war der Auftritt der aus Funk und Fernsehen bekannten Musikgruppe Oberkrainer ´Sextett´. In einer Vereinsniederschrift ist darüber folgendes festgehalten: ´Mit großer Spannung wurde der Sonntagabend mit dem Oberkrainer Sextett im festlich geschmückten und bis auf den letzten Platz gefüllten Festzelt erwartet. Dieser 4 Stunden Auftritt gab unserem Fest eine humorvolle und volkstümliche Umrahmung. Selbst ein Gewitter mit Woklenbruch konnte die Zuschauer nicht erschrecken.

Fußballerischer Höhepunkt in 1981 war das Gastspiel der Uwe Seeler Elf mit Seeler, Overath, Weber, Gersdorf, Wosab u.a. auf unserer Anlage. Das Spiel mit einem 15:1 Sieg gegen eine einheimische Auswahlmannschaft war eine wahre Fußballdelikatesse.

Nach dem Abstieg der I. Mannschaft aus der Bezirksliga begann für Dhrontal in der A-Klasse wieder der Alltag. Nachdem erfahrene ältere Spieler die Fußballschuhe an den bekannten Nagel gehängt und junge ehrgeizige Spieler den Sprung in die I. Mannschaft geschafft hatten, war Dhrontal ohne Unterbrechung bis in die 90er Jahre eine feste Größe dieser Klasse, wobei ernsthaft nie ein Abstieg oder Aufstieg anstand. In den Jahren 1983 bis 1994 vergrößerte sich die Sportanlage Dhrontal. Das Anlegen des Parkplatzes an der Kreistraße, die Platzbefestigung um das Clubhaus, das Anlegen des Trainingsplatzes oberhalb des Hauptplatzes, die Schaffung des Grillplatzes, die Installation der Trainingsbeleuchtung auf dem Nebenplatz und viele weitere kleinere Veränderungen sowie als letzte größere Baumaßnahme die Erweiterung des Clubhauses in 1993 und 1994 haben ca. 100.000,- DM Gesamtkosten verursacht, wobei der Eigenanteil der Dhrontaler bei rund 85.000,- DM lag und eine enorme Lesitung vieler Vereinsmitglieder darstellte.

Neuland betrat der SSV DHrontal im Jahre 1990 als erster Sportverein aus dem hiesigen Raum mit einer Kontakaufnahme zu einem Sportverein in der ehemaligen DDR.

Nach mehrmaligen Schreiben von hüben und drüben und nach dem Besuch einer Dhrontaler Delegation in Thürngen stand fest, Partner des SSV Dhrontal in der ehem. DDR war der Fußballclub HO Erfurt, später umbenannt in Blau-WeißErfurt.

Noch ehe die D-Mark in den neuen Bundesländern eingeführt war, erfolgte auf Einladung zu unserem Sportfest und 40-jährigen Vereinsjubiläum der erste Besuch der Erfurter Fußballer in Dhrontal.

Ohne einen Pfennig Westgeld in der Tasche hier angekommen, die DDR-Mark war bei uns praktisch wertlos, bewirtete und beköstigte unser Sportverein die neuen Landsleute, ebenfalls sorgten Vereinsmitglieder für kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten. Der Verzehr der Erfurter im Festzelt und auf dem Sportplatz war durch die Ausgabe von Essen- und Getränkebons bargeldlos geregelt. Die Unkosten unsererseits waren weitgehend durch Landeszuschusse abgedeckt.

Während dieses Besuches aus dem Osten ist auch ein erstes Fußballspiel zwischen den Mannschaften Blau-WeißErfurt und Dhrontal bestehen noch heute.

Ein Jahr später fand der Gegenbesuch der Dhrontaler in Erfurt statt. Einige kameradschaftliche Kontakte zwischen Erfurt und Dhrontal bestehen noch heute.

Nach 14 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit des SSV Dhrontal zur A-Klasse Mosel wurde die Spielzeit 1994/95 eine Zittersaison gegen den Abstieg. Nach Abschluss der Punktspiele reichte es letzlich nur zur Teilnahme an Entscheidungsspielen gegen Niederemmel und Platten und man musste danach nach 1964 wieder in die B-Klasse absteigen.

Drei Jahre Zugehörigkeit zur B-Klasse, mit einer Reihe von Lokalkämpfen und einem entsprechend großen Zuschauerinteresse, reichten aus, um nach einem 2. Platz in der Abschlusstabelle in einer Relegationsrunde gegen Niederemmel und Wittlich II den Wiederaufstieg in die A-Klasse Mosel perfekt zu machen.

Die ersten drei Spieljahre nach dem Wiederaufstieg 1998 verliefen im sportlichen Mittelmaß In der Saison 2000/01 hatte man bis zum letzten Spieltag den Aufstieg in die Bezirksliga vor Augen, musste sich aber am Ende mit dem vierten Platz begnügen.


Die 2. Mannschaft

Seit Gründung des Vereins nimmt auch die 2. Mannschaft am Spielbetrieb teil. Mit Ausnahme von einigen Unterbrechungen konnte somit immer gewährleistet werden, dass im Bedarfsfall die 1. Mannschaft auf Spieler der 2. zurückgreifen konnte. Bis zur Saison 1996/97 konnte man mit eigenen Spielern die Mannschaft besetzt werden. Ab der Saison 1997/98 wurde die Spielerdecke so dünn, dass man gezwungen war, sich nach einem Partner für eine Spielgemeinschaft umzusehen. Seit dieser Zeit spielt die 2. Mannschaft in einer SG mit Bischofsdhron, mit Ausnahme der Saison 1998/99, in der eine Spielgemeinschaft mit dem SV Gonzerath bestand. Als besonderes Highlight im Spielbetrieb der 2. Mannschaft ist sicherlich die Saison 1971/72 zu nenen, in der man den Aufstieg in die 2. Kreisklasse erreichte. Als weitere Erfolge seien hier aufgeführt die Saison 1985/86 (Staffelsieger und Kreismeister) und die Jahre 1989 und 2001, in denen man jeweils den Gemeinde- Hallenpokal gewann.


Die Jugendabteilung

Im Jahre 1965 nahm der SSV Dhrontal erstmals mit einer C-Jugend am Spielbetrieb teil. Bis zum heutigen Tag wurden in allen Jahrgangsstufen viele Staffel- und Kreismeisterschaften errungen. Diese Erfolge sind Ergebnis der guten Jugendarbeit im Verein, die auch ihre Anerkennung durch Verleihung der Urkunde der Sepp - Herberger Stiftung fand. Ohne die anderen Leistungen schmälern zu wollen, ist das Spieljahr 1979/80 besonders hervorzuheben. In diesem Spieljahr errangen alle Jugendmannschaften des SSV Dhrontal in ihren Staffeln die Meisterschaft. Auch im Jugendbereich wurde es immer schwieriger, mit eigenen Spielern die Mannschaften zu besetzen. Seit 1986 begann die Gründung von Spielgemeinschaften.

Ohne diese SG`s wäre heute kein Verein in der Lage, einen eigenen Jugendspielbetrieb aufrecht zu erhalten. Die gesellschaftlichen Veränderungen, Geburtsrückgang, Überangebot an Freizeitaktivitäten sind einige der Gründe für diese Schwierigkeiten. Trotz dieser Umstände ist es uns dank des Einsatzes, unserer Jugendbetreuer immer wieder gelungen, die interessierten Kids für den Fußballsport zu gewinnen und mit den jeweiligen Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen zu lassen.


Alte Herren

Die Ah wurde im Jahre 1965 von ehemaligen Spielern des SV Gutenthal gegründet. Dazu schlossen sich dann die Spieler aus Hunolstein und Weiperath an, woraus dann offiziell die AH Dhrontal hervorging.

 

AH Gutenthal 1963 - 64

Im Jahre 1970 wurde dann die erste Vereinssatzung erlassen. Ein geregelter Spielbetrieb mit Samstagsspielen wurde aufgenommen. Trotzdem, dass altersbedingt immer wieder Spieler aufhören, konnte dies vor 3 bis 4 Jahren durch jüngere Spieler, die sich für die AH bereit erklärten, kompensiert werden. In den Jahren 1997/98 hatte die AH eine schwierige Phase, da der Spielerkader immer kleiner wurde. Dies konnte jedoch durch intergration ehemaliger Spieler des SV Rapperath, FC Bischofsdhron un der SG Baldenau, die sich der AH Dhrontal anschlossen aufgefangen werden.

Bis heute ist es der Ah gelungen, Samstags anzuterten. Hierzu der Dank des gesamten Vorstandes an alle Spieler, die Woche für Woche bereit sind, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.

Gleichzeitig der Appell an die Spieler, die aus der 1. und der 2. Mannschaft ausscheiden, sich der AH anzuschließen, damit der Spielbetrieb weiterhin bestehen bleibt.

Der AH Dhrontal haben bis heute folgende Vorsitzenden vorgestanden:

Gröber Karl - Knob Alois - Hornberg Horst - Billen Hermann - Gauer Otmar - Stein H. Gauer - Nau Helmut - Assmann Theo - Leinen Walter

Zur Zeit sind im Vorstand tätig:

1. Vorsitzender: Schneider Andreas

Weitere Vorstandsmitglieder: Christian Bernard - Norbert Bernard - Peter Ertz - Joachim Moseler - Elmar Stein - Gisbert Leis.


Gymnastik

Die 1. Gymnastikgruppe wurde im Februar 1977 gegründet. Damals begann man mit 43 Personen, die in 2 Gruppen aufgeteilt wurden. Die anfängliche Euphorie verflachte recht schnell, und nach ca. 1 Jahr wurde die Gruppe wieder aufgelöst.

Im Mai 1998 fanden sich wieder 40 Frauen aus Hunolstein, Gutenthal, Weiperath und Odert zusammen und wollten etwas für die Fitness tun. Die Frauen sind im Alter von 30-65 Jahren und gehen jeden Donnerstag von 19.00 - 20.00 Uhr zum Turnen. Und danach wird bei Marlene weiter geturnt.

Von Mai 1998 - August 2000 wurden die Gymnastikstunden von Heike Marx aus Haag geleitet. Sie musste eine Babypause einlegen. Ab September 2000 ist man auf Yoga umgestiegen. Die Leitung dieses Kurses hat Damiana Tatolie aus Hunolstein übernommen.

Ab April 2001 gibt es im wöchentlichen Wechsel Yoga und Gymnastik. Der Gymnastikkurs wird von Katja Thömmes aus Haag geleitet.

 

 

Hier sehen Sie einen Teil unserer Gymnastik - Damen

Obere Reihe: Andrea Knob, Birgit Bernard, Mauuela Bastian, Ulla Peters,

Mittlere Reihe: Margret Alt, Maria Nau, Domiana Tatolie, Katja Thömmes,

Monika Marx, Gertrud Uhl

 Untere Reihe: Inge Reinhard, Hildegard Marx, Marita Bernard, Ursula Peters

 


 

 

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